Von einem Bilderrahmen erwartet man sich eine sehr gute Bildqualität. Ein wesentlicher Faktor für die Bestimmung der Detailgenauigkeit der Displays ist die Pixeldichte. Hier lesen Sie, was die Pixeldichte ist, wie man sie berechnet und welche Pixeldichten die bisher getesteten elektronischen Bilderrahmen haben.

Was ist die Pixeldichte von LCD/TFT-Displays überhaupt?

Prinzipiell ist die Pixeldichte ein Maß für die Detailgenauigkeit von Displays und wird in dpi (dots per inch) angegeben. Leider geben das die Hersteller von elektronischen Bilderrahmen nur selten an. In den Bedienungsanleitungen der elektronischen Bilderrahmen habe ich bisher noch keine Herstellerangabe zur Pixeldichte gefunden. Aber keine Panik, die Pixeldichte der Displays der elektronischen Fotorahmen lässt sich sehr einfach berechnen.

Der erste Faktor für die Pixeldichte ist die Auflösung des Displays des elektronischen Bilderrahmens

Die Auflösung der getesteten Bilderrahmen finden Sie im jeweiligen Testbericht auf dieser Website. Die gängigste Auflösung ist 800 x 600 Pixel. Das bedeutet, dass das Display des elektronischen Bilderrahmens 480.000 Bildpunkte hat. Je mehr Bildpunkte ein Display hat, desto mehr „Platz“ ist auf dem Display, desto mehr kann also dargestellt werden. Die Auflösung alleine sagt jedoch wenig über die Bildqualität des Bilderrahmens aus. Hier kommt der zweite Faktor zur Bestimmung der Detailgenauigkeit ins Spiel.

Der zweite Faktor zur Bestimmung der Pixeldichte ist die Bilddiagonale des elektronischen Fotorahmens

Es spielt natürlich eine wesentliche Rolle, auf welcher Fläche die Pixel verteilt sind. Die oben erwähnten 480.000 Bildpunkte auf einer DIN A5 Seite würden völlig anders wirken, als wären diese auf einer DIN A4 Seite verteilt. Auf der DIN A5 Seite wäre die Pixeldichte deutlich höher, da ja die gleiche Anzahl an Pixeln weniger Platz hat. Die Maßeinheit für die Größe des LCD/TFT Displays Ihres elektronischen Bilderrahmens ist die Bilddiagonale, die in der Regel in Zoll (inch) angegeben wird.

So wird die Pixeldichte Ihres Bilderrahmens berechnet

Fügt man die Auflösung des LCD/TFT-Displays mit der Bilddiagonale in eine Formel zusammen, lässt sich einfach die Pixeldichte in dpi berechnen: Bildhöhe in Pixel zum Quadrat + Bildbreite in Pixel zum Quadrat – daraus die Wurzel, ergibt die Bilddiagonale in Pixel. Diese Bilddiagonale in Pixel wird anschließend noch durch die Bilddiagonale in Zoll dividiert. Fertig.

Beispiel bei 800 x 600 Pixel und 8 Zoll Bilddiagonale:
Wurzel aus (800²+600²) dividiert durch 8 = 125 dpi

Mit diesem Wert können Sie die Detailgenauigkeit der Displays von elekronischen Bilderrahmen miteinander vergleichen.

Diese Pixeldichten haben die bisher getesteten elektronischen Bilderrahmen

Testsieger Cytem VX10 96 dpi
Hama Premium 83 dpi
Hama New Basic 83 dpi
Intenso Weatherstar 125 dpi
Intenso Photomodel 143 dpi
Intenso Photoagent 70 dpi

Zum Vergleich: Mein Mittelklasse Smartphone „Samung Nexus S“ hat eine Pixeldichte von 233 dpi. Das wäre für elektronische Bilderrahmen völlig überdimensioniert, da Handydisplays von deutlich geringeren Entfernungen betrachtet werden.

Achtung: Was die Pixeldichte wirklich aussagt

Mithilfe der Pixeldichte lässt sich die Detailgenauigkeit von elektronischen Bilderrahmen bestimmen. Das bedeutet, dass ein TFT/LCD Display mit höheren dpi auch schärfer ist. Die oben berechneten Werte stimmen dabei auch mit meinen Testerfahrungen überein. Wenn man wirklich sehr genau (von ein paar Zentimetern Abstand) auf das Display sieht, erkennt man bei einigen digitalen Bilderrahmen die Pixel deutlicher (geringere dpi), bei anderen sind diese wiederum deutlich kleiner (höhere dpi).

Allerdings sagt die Dichte der Pixel nichts über die Farbwiedergabe aus. Diese ist mir persönlich viel wichtiger. Ein scharfes Bild bringt nichts, wenn die Farben vom Display verfälscht werden, die mit einer hochwertigen Kamera geschossen wurden und eventuell sogar am PC nachbearbeitet wurden. Meine Test zeigten auch deutlich, dass die Pixeldichte mit abnehmenden Abstand zum Display fast nicht mehr erkennbar ist. Von größerer Distanz wirken sogar „unscharfe“ Displays ausreichend scharf.

Fazit zur Pixeldichte von elektronischen Fotorahmen

Die Pixeldichte kann Ihnen helfen, die Schärfe von Bilderrahmen schon vor dem Kauf abschätzen zu können. Allerdings spielt hier auch die technische Qualität es Displays eine deutliche Rolle. Teurere elektronische Bilderrahmen haben in der Regel auch ein besseres Bild, trotz etwaiger niedriger Pixeldichte. Vor allem die Farbwiedergabe wird mit steigendem Preis besser. Die Pixeldichte ist also als Hilfsmittel zur Bestimmung der Bildqualität für elektronische Bilderrahmen zu verstehen, keinesfalls als Hauptkriterium.