4:3 oder doch 16:10 oder 16:9? Hier erfahren Sie, was es mit dem Seitenverhältnis der elektronischen Bilderrahmen auf sich hat und was Sie beachten müssen, um die volle Displaygröße ausnutzen zu können.

Die Sache mit dem Seitenverhältnis von elektronischen Bilderrahmen …

Die meisten elektronischen Bilderrahmen haben ein Seitenverhältnis von 4:3, wie Ihnen in meinen Testberichten der elektronischen Bilderrahmen bestimmt schon aufgefallen ist. Ich habe auch oft geschrieben, dass Fotos mit schwarzem Rand angezeigt werden, die volle Displaygröße des Bilderrahmens also nicht ausgenützt wird. Aber warum ist das so?

Die Antwort liegt im Seitenverhältnis Ihres elektronischen Bilderrahmens bzw. Ihrer digitalen Fotos! Im optimalen Fall hat der digitale Bilderrahmen ein Seitenverhältnis von 4:3 und Ihre Digitalkamera schießt ebenfalls Fotos im Seitenverhältnis von 4:3. In diesem Fall wird die volle Displaygröße des Fotorahmens ausgenützt. Leider haben nur wenige Sensoren von Digitalkameras dieses Seitenverhältnis. Während man bei digitalen Kompaktkameras häufig diese Einstellmöglichkeit vorfindet, gibt es diese Möglichkeit bei Spiegelreflexkameras eher selten, hier herrscht das 3:2 Seitenverhältnis vor, da der Großteil der Bildsensoren auf dieses Verhältnis ausgelegt sind.

Ein kleines Beispiel zum Seitenverhältnis und wie der schwarze Rand entsteht

Hat ein elektronischer Bilderahmen eine 8 Zoll Bilddiagonale (20,32 cm), dann haben wir gerundet 16,3 x 12,2 cm Bildschirmgröße beim Bilderrahmen-Format 4:3. Wird nun ein Foto im Verhältnis 3:2 auf diesem Display angezeigt, werden nur ca. 16,3 x 10,8 cm vom Display verwendet. Die meisten elektronischen Bilderrahmen nutzen dabei die volle Displaybreite aus und passen das Bild in der Höhe an. Das bedeutet in diesem Fall, dass von der Höhe des Displays 1,4 cm nicht verwendet werden. Das ist der typische schwarze Rand am Display des elektronischen Bilderrahmens. Er wird meistens auf oben/unten aufgeteilt, also jeweils ca. 0,7 cm.

Sie kennen diese schwarzen Ränder übrigens auch von älteren Fernsehern (4:3), wenn Sie einen Kinofilm in 16:9 sehen.

Manche digitale Bilderrahmen schaffen Abhilfe – aber der Schein trügt

Wenn Sie in der Standardeinstellung Ihres elektronischen Bilderrahmens einen schwarzen Rand vorfinden, dann wissen Sie, dass Ihr Kameraformat nicht völlig mit dem Bilderrahmen-Format zusammenpasst. Ich empfehle Ihnen, die Einstellungen so zu belassen und mit dem schwarzen Rand zu leben. Denn nur so bleibt das Bild vollständig erhalten. Warum?

Fast alle elektronischen Bilderrahmen bieten Möglichkeiten, um die volle Bildgröße auszunützen zu können. Je nach Modell und Hersteller gibt es unterschiedliche Benennungen im Menü. Ich rate Ihnen aber wie gesagt davon ab! Denn was machen die elektronischen Bilderrahmen, wenn Sie dann die Bildgröße auf „Vollbild“ stellen? Sie beschneiden oder strecken das Foto auf die volle Bildschirmgröße. Beschneiden führt dazu, dass Randteile des Bildes verschwinden und strecken führt zu (hässlichen) Verzerrungen im Bild. Ich empfehle Ihnen deshalb, den schwarzen Rand zu akzeptieren. Lieber ein paar Millimeter weniger Bildschirmfläche als verzerrte oder beschnittene Bilder!